Erinnerungen an den wunderbaren Musiker Ward de Beer

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Grid Bertiau, die als Musikerin mit der Folkloregruppe „Gelmel“ aus Schoten (Belgien) an der 61. Eurowoche 2019 teilnahm, hat uns an Ward de Beer erinnert, der ihr Lehrer war und als Chor- und Orchesterleiter von 1962-84 die Eurowoche bereichert hat und die Eurowochenhymne „Viva Europa …“ komponiert hat. Eine Musikschule in Antwerpen hat seinen Namen: Muziekatelier Ward de Beer!!

Hier ist ein Text zu ihm (Versuch einer Übersetzung aus der Internetseite von Muziekatelier Ward de Beer (http://warddebeer.be/info/over%20ward%20de%20beer/index.html):

Wer war Ward de Beer?

Ward De Beer ist für uns natürlich in erster Linie der Gründer unserer Musikschule.

1960 gründete er eine kleine Musikschule in Deurne. Die Schülerzahl war zu dieser Zeit eher gering und die Schule hieß damals Jugendmusikschule Deurne-Zuid und wurde ab 1972 in JMS Adriaan Willaert umbenannt.
1986, ein Jahr nach Ward de Beers Tod, beschloss der Vorstand, diesen Namen in Jugendmusikschule Ward De Beer zu ändern.

In unserem Muziekatelier:

Wie konnte es geschehen, dass eine Schule nach ihm benannt wurde?
Zuallererst war Ward De Beer ein Geiger und ein begabter Lehrer. Jeder, der jemals von ihm unterrichtet wurde, hat eine Vision vom Leben, eine Liebe zur Einfachheit in der Musik, die Dinge in die richtige Perspektive bringt, das Offensichtliche. Er gab Musikunterricht für die Kinder der Steinerschule in Antwerpen, wo sie ihn Meneereke de Beereke nannten.
Er war nicht sehr groß, aber er stand den Kindern so nahe, dass sie ihn für einen großartigen Freund hielten. Jeder, der ihn kannte, hatte das Gefühl, Ward sei sein bester Freund. Ward war immer beschäftigt, experimentierte mit Instrumentenbau und Geigenbau, seiner eigenen Bratsche, einer Drehleier, ein paar Dudelsäcken, Flöten, Trommeln, einem Hackbrett und vielem mehr.

Er hatte eine Volkstanzgruppe ‚Keere Weerom‘ gegründet und zum Tanz nur mit seiner Geige in Begleitung von Jan mit dem Tambourin gespielt.
Die Volksmusik aus unserer Tradition war bei ihm in guten Händen.
Er sammelte alle möglichen fast vergessenen Melodien und verwandelte sie in wunderschöne Arrangements, die in vielen Schulen verwendet werden.
Er komponierte alle Arten von Volkstänzen und Musikstücke für die verschiedenen Ensemblegruppen, die er leitete.

Insbesondere seine Persönlichkeit machte ihn zu einem außergewöhnlichen Menschen. Mit seinem enormen musikalischen Hintergrund war er nicht nur Musiklehrer im weitesten Sinne des Wortes, sondern vor allem eine vollständige Person, ein Mann voller Harmonie: der geduldige, liebenswürdige Lehrer, der jemanden inspirieren konnte, ohne sich selbst aufzudrängen.

Es war eine Freude, ihn beschäftigt zu sehen, wie er ein paar hundert Kinder mit seiner Geige begleitete. Dann sprang er und tanzte wie ein Teufel aus einer Kiste.

1979 gründeten einige Lehrer der Steinerschule mit Chören und Ensemblegruppen die VZW Musica Domestica zur Förderung der Hausmusik. Ward trat dieser Jugendmusikschule bei. Er war jahrelang deren zentrale Inspirationsfigur.

Nach seinem plötzlichen Tod im Jahr 1985 fiel die Schule auf einen Tiefpunkt, weil niemand seine große Persönlichkeit erreicht hatte. Deshalb haben wir die Schule mit unserem großen Respekt vor diesem unersetzlichen Mann nach ihm benannt und versuchen, seine Inspiration und Mentalität am Leben zu erhalten und sich ihm so weit wie möglich zu nähern.

(Quelle: http://warddebeer.be/index.html
Muziekatelier Ward de Beer, Antwerpen)